Mein erstes Mal SUP Yoga – Intensives Sportprogramm auf dem Walchensee – Geheimtipp München

2022-08-12 22:01:24 By : Ms. May Xie

Da mich meine Kollegin auf Grund von eigener Beweglichkeitseinschränkungen (Zitat: „Ich bin nicht dehnbar genug für Yoga“) mehr oder weniger gezwungen hat, einen Selbsttest in Form einer Yogastunde auf dem SUP zu machen, finde ich mich an einem sonnigen Sonntagmorgen sehr früh am wunderschönen Walchensee wieder. Ich fühle mich auf jeglichen Brettern wohl (Snowboard, Skateboard, Surfbrett) und mache regelmäßig Yoga, – daher bin ich eigentlich ganz unaufgeregt an die Sache gegangen. Trotzdem schwingen auch einige Vorurteile mit. Wer kennt sie nicht, die SUP Trendsport-Schickeria der umliegenden Münchner Seen, die die wohlverdiente Ruhe am Wochenende stört, weil alle fünf Minuten jemand die Luft aus seinem SUP lässt… Naja, wir stellen uns der Herausforderung natürlich. Mit im Gepäck habe ich außerdem meinen besten Freund und frischgebackenen Yogateacher. Also was soll schon passieren? Meine Tollpatschigkeit mal gekonnt ignoriert…

Was für Vorteile Yoga für euren Köper & Geist bringen, wisst ihr bestimmt längst. (Wisst ihr nicht? Dann lest das doch hier noch mal kurz nach). Durch die Durchführung auf dem SUP Board werden alle positiven Auswirkungen intensiviert. Vor allem die Konzentration, Atmung sowie Koordination spielen hier noch mal eine wichtigere Rolle. Da wir in München bekanntlich von vielen schönen Seen umgeben sind, war es nicht schwer, direkt einen großartigen Anbieter zu finden. Wir sind mit Sonnia von Call-a-Yogi unterwegs. Sie bietet ab Juni verschiedene Kurse an, – ob zum Sundowner am Starnberger See oder zum Morning Flow am Walchensee – bei ihr findet ihr sicherlich einen passenden Kurs.

Wir legen also los – Treffpunkt ist direkt am türkisfarbenen See, der von Bergen umgeben ist. So starten wir unseren Sonntagmorgen doch gerne mal früher – und ohne Kater (hihi). Wir bekommen von Sonnia und ihrem Kollegen André an Land eine professionelle Einführung ins Stand-Up Paddeln. Sie erklären uns die verschiedenen Paddel- und Fahrtechniken sowie verschiedene Manöver, damit wir auf dem Wasser nicht verloren gehen und nichts passiert. Die beiden sind schon lange ein Team und es wird schnell klar: Hier geht es nicht einfach nur um Yoga auf dem SUP, – vielmehr um ein besonderes Erlebnis in der Natur, um den Alltag für ein paar Stunden hinter sich zu lassen und sich völlig fallen zu lassen.

Also geht’s für uns auch direkt ins Wasser, – beziehunsgweise aufs Board. Der See ist spiegelglatt und die Sonne scheint – bessere Voraussetzungen kann es nicht geben. Wir paddeln also alle zusammen aufs Wasser – weiter raus als gedacht. Wir kommen aber schnell mit dem Paddeln klar und fühlen uns auf der unebenen Oberfläche überraschenderweise sehr sicher. Wir lassen uns Zeit, probieren die verschiedenen Manöver, üben das Paddeln und springen ins kühle Nass. Die Kulisse könnte nicht schöner sein, der See ist umgeben von einem wunderschönen Gipfelpanorama: Herzogstand und Karwendel. Wir haben es verstanden: Man sagt dazu nicht umsonst bayerische Karibik.

Nachdem wir unseren Zielpunkt, eine Boje mitten im See, erreicht haben, hängt Sonnia unsere SUP Boards in die Boje ein, sodass wir nicht wegtreiben können und uns ganz auf unser Sportprogramm konzentrieren können. Die Yoga Session auf dem SUP erfordert doch mehr Gleichgewichtssinn und Anstrengung als erwartet. Aber genau das macht es spannend und herausfordernd. Vom Yoga Level können hier übrigens auch Anfänger*innen gut mitmachen. Beim Sonnengruß und den Basic Yoga Figuren gibt es immer verschiedenen Varianten, die durchgeführt werden können, – so wird also wirklich jeder abgeholt, der gerne mal was ganz Neues ausprobieren möchte und zum ersten Mal SUP Yoga probiert.

Nach der einstündigen Yogasession merken wir, dass es langsam welliger und windiger wird – Zeit aufzubrechen. Sonnia pusht uns noch mit motivierenden Sprüchen à la „das wird jetzt richtig anstrengend, wir müssen richtig arbeiten, um wieder zurückzukommen, auf geht ’s!“. Sie hat nicht zu viel versprochen, – der Rückweg dauert länger und ist anstrengender. Die Wellen treiben uns in die falsche Richtung und ohne richtige Einweisung und Wissen kann das sicher gefährlich werden. Also: Informiert euch unbedingt, geht als Anfänger*in nicht alleine auf den See und behaltet das Wetter gut in den Augen.

Wir sind natürlich ohne Zwischenfälle alle heil am Steg angekommen. Zwischendurch gab es noch die ein oder andere Pause, in der wir ins Wasser gesprungen sind. Zurück an Land merken wir, dass wir dringend ein Frühstück brauchen und die Anstrengung uns in den Muskeln liegt. Also noch mal schnell ein Sprung ins Wasser, Sachen gepackt und einen tollen Badestrand gesucht, – davon gibt es hier ja genug. So verbringen wir unseren restlichen Sonntag ganz entspannt am schönen Walchensee. Eins ist sicher: Wir werden ganz bestimmt bald wieder mit dem SUP auf den See paddeln, der Kurs hat uns auf den SUP Geschmack gebracht. Auch wenn wir es gar nicht so gerne zugeben möchten….

Dieser Artikel ist auf redaktioneller Ebene entstanden.

Nach 10 Jahren in München fühlt sich unsere kleine Allgäuerin nicht nur in unserer tollen Stadt daheim, sondern vor allem auf einem Brett. Egal ob Skateboard, Snowboard oder Surfboard - wir sind einfach happy, wenn sie sich mal ein paar Wochen nicht verletzt. Ansonsten bleibt sie oft und gerne ihrem Lebensmotto treu: #stayliquid.